Kategorie: soziale Medien

Social Media im Bevölkerungsschutz – kommt die Botschaft an?

Gestern Abend saß ich in Köln direkt am Rhein. Das Restaurant war nicht der Rede wert, das Gespräch schon. Ich gab ein ungefähr halbstündiges Interview für eine Masterarbeit. Thema: Was geht zurzeit in Sachen Social Media Monitoring in Deutschland? Reicht das? Und wie geht es weiter? Ja – wie steht es denn nun? Kaum jemand bestreitet noch, dass Social Media einen großen Beitrag zum Bevölkerungs- und Katastrophenschutz leisten können. Denn…

Meine Arbeit im VOST

english version Jetzt hatten wir schon mehrere Einsätze, aber so richtig habe ich hier noch nicht über meine Arbeit im VOST, also im Virtual Operations Support Team des THW, geschrieben. Vor einigen Tagen nun fragte mich Susanne Starke, ob sie mir für ihren Newsletter einige Fragen dazu stellen dürfe. Sie ist Krisenstabs-Trainerin und führt sehr interessante Planspiele durch, etwa „yokohama airport“, „Roma Termini“  und „MS Antwerpen“. Mehr zu ihrer Arbeit hier auf…

Erster Einsatz des deutschen VOST

Jetzt ist es offiziell: Das VOST (Virtual Operations  Support Team) Deutschland des THW hatte an diesem Wochenende seinen ersten Einsatz. Und ich war dabei. Wir waren zuständig für das Social-Media Monitoring für den Grand Depart der Tour de France. Offizielle Einsatzberichte bleiben den Pressesprechern des THW vorbehalten. Das gilt natürlich auch für uns. Hier aber einige ganz persönliche Eindrücke. Es ist Katastrophenschutz  mal ganz anders. Zwei Tage waren wir dabei…

Snapchat für den Bevölkerungsschutz? Warum eigentlich nicht?

Snapchat

Twitter und Facebook. Das sind unsere  gängigen Social Media-Werkzeuge für den Katastrophenschutz. Facebook vor allem wegen der großen Reichweite, Twitter wegen der guten Möglichkeiten für Monitoring. Junge Leute nutzen aber andere Apps. Meine Jungs nehmen ein Musikvideo nach dem anderen auf Musical.ly auf. Die Älteste ist außerdem auf Instagram aktiv. Twitter und Facebook? Für sie kein Thema. Nur was für alte Leute… Trotzdem. Snapchat für den Bevölkerungsschutz? Warnungen mit Hasenohren…

Newsletter

Liebe Leser, heute mal ein kurzer Blogpost in eigener Sache: Seitdem ich mich auch hauptberuflich mit den sozialen Medien herumschlage, habe ich festgestellt, was für ein scheues Reh der Facebook-Algorithmus sein kann. Es ist immer schade, wenn einer meiner Blogposts nur wenige von Euch erreicht. Außerdem habe ich auch oft Dinge erlebt, die nicht hier in den Blog oder auf meine Facebookseite passen. Einmal im Monat verschicke ich deshalb einen…

Notruf per Whatsapp

Als in der vergangenen Woche eine Lawine das Hotel Rigopiano in Italien zum Einsturz bringt, kommt der erste Notruf per Whatsapp. Offenbar, weil zu diesem Zeitpunkt kein Telefongespräch möglich war. Nach einigen Berichten dauert es einige Zeit, bis die Leitstellen einem Verwandten des Augenzeugen glauben schenken, der die Meldung  per Telefon weiterleiten will. Kurz danach noch eine ähnliche Meldung in den Nachrichten: Die Lokalredaktion von Radio Emscher-Lippe bekommt einen Notruf über…

Jetzt streamen sie alle – was bedeutet das im Einsatz?

Wer seine Twitter-App öffnet, findet ein neues Logo. Und die Beschriftung „Live“. Damit hat Twitter die Livefunktion seines Tochterunternehmens Periscope jetzt fest integriert – das war schon seit einiger Zeit erwartet worden. Damit ist eine Liveübertragung, die hunderttausende Menschen sehen können, auch bei Twitter nur noch zwei Fingertipps entfernt. Das ist eine Reaktion auf die Weiterentwicklung bei Facebook  – denn dort kann man ja schon seit einiger Zeit live streamen.…

Wer streamt von wo? Live-Videos von Katastrophen im Blick

„Livestreaming ist tot.“ Meinte jedenfalls Blogger Kai Thrun in der vergangenen Woche beim BVCM Social Media Stammtisch in Köln. Sein Argument: Die Leute im Netz wollten die Videos dann sehen, wann es ihnen passt, und nicht, wenn sie gerade live gesendet werden. Deshalb sei der Hype bald vorbei. Mag sein – ich bin gespannt. Aber ich halte mal eine Prognose dagegen: Beim nächsten größeren Unglück in Deutschland wird es dutzende Live-Videos…

Wie man nach Katastrophen und Anschlägen gefälschte Fotos identifiziert

Manche Leute haben erschreckende Hobbys. Zum Beispiel: Nach schrecklichen Ereignissen Fotos oder Videos zu posten. Die entweder falsch sind, in einem ganz anderen Zusammenhang gemacht, oder sogar manipuliert wurden. Auch nach den Übergriffen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und nach der Schießerei in München ist das passiert. Im Netz kursierten zum Beispiel blutige Bilder von Toten, die – wie aufmerksame User herausfanden – nicht aus München, sondern von einer…

Der Blick von oben: Echosec als wichtiges Tool für den Katastrophenschutz

Ist schon ein komisches Gefühl. Ich schicke ein Foto aus meinem Garten und kann meinen Standort wenige Sekunden später auf einem Satellitenbild wiederfinden. Fast metergenau. Und zwar auf Echosec. Das ist ein Tool, das Social Media Posts auf Karten verortet. So was kann natürlich auch für Katastrophenschützer sehr nützlich sein. So erkennt man sehr schnell, wo nach einem Unglück viel getwittert wird und muss sich nicht allein auf Hashtags oder Suchworte verlassen. Ein…