Kategorie: Atomkraftwerke

Karl und seine Robotkumpels

Die Zahl der Feuerwehrleute sinkt ja bekanntlich langsam aber sicher. Vielleicht kann Karl helfen? Karl ist Österreicher. (Komisch. Mein österreichischer Skilehrer vor ein paar Monaten hieß auch so. Aber ich schweife ab.) Dieser Karl hier jedenfalls bringt ganz allein ein C-Rohr in Stellung und hält drauf, ohne umzufallen. Stundenlang. Mit einem Arm. Das finde ich schon  mal sportlich. Aber Karl kann viel mehr. Er ist so eine Art eierlegende Wollmilchsau…

Der Blick von der anderen Seite.

Bei Stabsübungen ist es ja immer leicht gesagt: „Dann evakuieren wir mal den Bereich und richten eine Notfallstation ein.“ Doch in der Praxis ist das sehr aufwändig. In Kellinghusen wurde jetzt erstmals im Kreis Steinburg der Betrieb einer Notfallstation geübt. Hier sollen bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk die Menschen untersucht und gegebenenfalls dekontaminiert werden. Eine Gemeinschaftsübung von DRK, THW, dem Löschug Gefahrgut der Feuerwehr, der DLRG, der Polizei und…

Viel Spaß beim Planen.

In Deutschland laufen noch neun Atomkraftwerke. Sie sollen bis 2022 abgeschaltet werden. Brokdorf ist demnach 2021 dran. Kurz vor Toresschluß soll nun aber der Katastrophenschutz rund um die Meiler massiv verstärkt werden. Nach der Katastrophe von Fukushima hat die Strahlenschutzkommission neue Empfehlungen vorgestellt. Das Entscheiden müssen darüber die Innenminister der Bundesländer. Ihre Zustimmung gilt – so schreibt jetzt zumindest die Süddeutsche Zeitung – als wahrscheinlich.

Um Tschernobyl machen wir einen Bogen.

Bitte klicken Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen. Oder doch? Schon komisch – in Tschernobyl tut sich gewaltig etwas. (Das übrigens auch gewaltig viel Geld kostet.) In den Medien und im Internet muss man aber ganz genau suchen, um was darüber zu finden. Liegt es vielleicht daran, dass wir in letzter Zeit zu viele GAUs hatten? Oder dass es derzeit zu viele andere Nachrichten aus der Ukraine gibt?

Luftballons für mehr Katastrophenschutz

Atomkraftgegner werden am Sonnabend an insgesamt sechs AKW-Standorten (Lingen/Emsland, Grohnde, Philippsburg, Neckarwestheim, Grafenrheinfeld und Ohu/Isar) je 999 mit Gas gefüllte Ballons starten lassen. Sie sollen zeigen, wie weit auch der radioaktive Fallout im Falle eines Störfalls kommen würde. Nach den Erfahrungen in Fukushima fordert das Bündnis regionaler Anti-Atom-Initiativen größere Evakuierungsradien. Bislang haben die Evakuierungszonen rund um die AKW einen Radius von 10 Kilometern.