Kategorie: Deutschland

Soziale Medien und Katastrophenschutz: Viel Forschung – noch wenig Umsetzung

Auf dem Rückweg aus Ahrweiler – mir schwirrt der Kopf. Zwei Tage – voll mit Informationen zu Spontanhelfern und Sozialen Medien. Beim dritten Social Media Kongress an der AKNZ. Gut 30 Teilnehmer haben ein gutes Dutzend Vorträge gehört. Von IT-Experten, Pressesprechern, Krisenforschern, Juristen. Und was lernen wir daraus? Eigentlich ist noch fast alles offen. Es wird viel geforscht, diverse Projekte verschiedener Unis durchleuchten Chancen und Risiken. Man weiß zum Beispiel recht…

Auf zum Social Media Kongress an der AKNZ

Wer wie ich über Ostern mit einer dicken Erkältung vorm Ofen sitzt, der hat Zeit, sich jeden Tweet zu aktuellen Brathähnchen-Sonderangeboten bei Wiesenhof in Lohne auf der Zunge zergehen zu lassen. Einer witziger als der andere. Ein Volk von Komikern. Respekt, Leute. Und da soll noch einer sagen, die Deutschen seien humorbefreit. Ob jeder von Euch Twitterleuten denkt, er sei der erste und einzige, der auf den Gag gekommen ist?…

Das Zugunglück von Bad Aibling in den Sozialen Medien

Bei größeren Unglücksfällen müssen BOS und Katastrophenschützer immer mehr auch die Sozialen Medien einkalkulieren. Als ich gestern von dem Zugunglück bei Bad Aiblingen hörte, habe ich mir Twitter, Facebook & Co genau angeschaut. Folgendes ist mir aufgefallen: 8 Minuten auf  Youtube Ein Phänomen, mit dem Medien und Rettungskräfte künftig noch stärker rechnen müssen: Betroffene und Augenzeugen, die in den ersten Minuten nach einem Unglück Fotos oder Videos machen und sie…

Neue Technik fürs Lagezentrum

Am Dienstag gingen die Lichter aus. Die Nachtschicht des Gemeinsamen Melde- und Lagezentrums von Bund und Ländern hatte noch von Bonn-Lengsdorf aus die internationale Lage überwacht. Zum Dienstschluss schalteten sie ihre Medienwand im vierten Stock des BBK aus, ebenso die zwölf Videocubes und die vier Monitore für die Medienbeobachtung. Dann leiteten sie Telefon und alle andere Kommunikationsverbindungen nach Ahrweiler weiter. Dort, im Ausweichquartier der GMLZ, übernahmen die Kollegen von der…

Die Mittelwelle. Ein Nachruf.

Tja. Das wars. Jetzt ist der letzte deutschsprachige Mittelwellensender abgeschaltet. Der letzte macht das Licht aus – in diesem Fall war es der Deutschlandfunk. Exakt am 31.12.2015 um 23:55 Uhr. Seit fünf vor 12 (das ist natürlich reiner Zufall) also nur noch Grundrauschen. In den Zeitungen und Online finden sich denn auch diverse Nachrufe auf die gute alte Mittelwelle. Die Kollegen sehen das Ganze allerdings eher historisch. Ein Stück Radiogeschichte…

Katastrophenschutz per Amtshilfe

Es gibt da eine Bundesbehörde, die ist für Katastrophenschutz zuständig. Sie ist super ausgestattet, verfügt über zig Experten und viel Know-How für alle Fälle. Und doch darf das BBK nicht ohne weiteres bei einer bundesweiten Katastrophe eingreifen. Im Verteidigungsfall allerdings schon. Aber dazu würde ein terroristischer Angriff, etwa gegen unsere Infrastruktur, nicht ohne weiteres gehören. Das ist die Essenz eines Zeitungsartikels, der mir gerade sehr zu denken gibt. Verfasst hat…

Lebensretter im 80ger-Jahre-Design

Ein Nintendo mit Antenne? Auf der PMRExpo? Was mag das ein, dachte ich. Eine neue exklusive tragbare Spielkonsole nur für S6er, die sich mental nie von den 80gern lösen konnten? Das Teil ist tatsächlich vor allem für Schulen und Kindergärten gedacht. Aber nix zum spielen. Es ist ein e*Warn-Empfänger. Ich finde ja vor allem die elegant geschwungene rechte Seite des Displays irgendwie ansprechend. Über Design kann man sich streiten – aber…

Der hungrige Liveticker

Vor einigen Jahren noch war die Sache klar: Es gab Zeitungen, Radiosender und Fernsehstationen. Die jeweiligen Journalisten hatten genau umrissene Bedürfnisse was Informationen, Bilder und Interviews anging. Und sie hatten unterschiedliche Deadlines. Jetzt ist alles anders. Schneller – und vor allem unübersichtlicher. Zum einen die sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Co. die Sache enorm beschleunigt  – auch wir „konventionellen“ Journalisten laufen den Bildern und Informationen, die wir dort finden, inzwischen oft…

Katastrophenalarm für Flüchtlingshilfe

Hier bei uns in Schleswig-Holstein war das Thema heiß diskutiert worden – ein Landrat in Hessen hat jetzt Katastrophenalarm ausgelöst, um die Unterbringung von Flüchtlingen besser organisieren zu können. Der Main-Taunus-Kreis muss ab Montag bis zu 1000 Flüchtlinge in Notunterkünften aufnehmen. Um die damit verbundenen Aufgaben zu bewältigen, stellte Landrat Michael Cyriax heute den Katastrophenfall fest. Damit ist er bundesweit der erste Kreis, der diesen Schritt geht. Aus organisatorischen Gründen, wie der Landrat betont.…

Mehr als 25.000 Flüchtlingshelfer – allein bei DRK, THW und Bundeswehr

Die Zahl der offiziell erwarteten Flüchtlinge kennt inzwischen jeder: 800.000. Bis Ende August hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bereits rund 232.000 Asylanträge gezählt. Die Zahl der Helfer ist nicht so einfach herauszubekommen. Ich habe mich mal umgesehen und Daten gesammelt. Für die vielen ehrenamtlichen, ungebundenen Helfer sind überhaupt keine Zahlen zu finden. Bei den BOS sind THW und DRK bei der Flüchtlingshilfe führend – auch wenn die Johanniter…