Neue Bundeswehreinheiten sollen auch im Katastrophenschutz helfen

Überall in Deutschland werden zur Zeit neue Bundeswehreinheiten aufgestellt. Insgesamt 30 so genannte Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU) sollen in erster Linie Wach- und Sicherungsaufgaben übernehmen. Sie stehen künftig aber auch für den Einsatz zur Unterstützung des zivilen Katastrophenschutzes und bei schweren Naturkatastrophen und Unglücksfällen zur Verfügung.

Johanniter berichten aus Ormoc: Stadt mit 200.000 Einwohnern zu 95 Prozent zerstört

Kai Gusek, Pastor aus Lübeck, ist mit einem medizinischen Einsatzteam der Johanniter-Unfall-Hilfe auf der philippinischen Insel Leyte eingetroffen. Sein Team, zu dem auch zwei Notärzte und vier Rettungsassistenten gehören, soll dort medizinische Hilfe leisten. In Ormoc sind vier von fünf Krankenhäuser zerstört. Sie haben eine Notfallausrüstung dabei, die neben Medikamenten (Schmerzmittel, Antibiotika, Infusionen) insbesondere Verbandsmaterialien für Verletzungen und Wunden jeglicher Art sowie Schienungsmaterial zur Behandlung von Knochenbrüchen enthält.

Amateurfunker helfen auf den Philippinen

Nach dem Taifun werden die Rettungsarbeiten auf den Philippinen auch von Amateurfunkern unterstützt. Sie stellen Kommunikationsverbindungen, die wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur von großer Bedeutung für die Helfer sind. So berichtet Thelma Pascua, Rufname DU1VT, Mitglied der Notfunkgruppe HERO, dass über Notfunk immer noch erheblicher Verkehr abgewickelt wird, solange die die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen andauern. „Der Nachrichtenaustausch über Funk betrifft Notfälle, Prioritäts- und Sozialverkehr nach und von der Provinz Leyte. Das…

Luftballons für mehr Katastrophenschutz

Atomkraftgegner werden am Sonnabend an insgesamt sechs AKW-Standorten (Lingen/Emsland, Grohnde, Philippsburg, Neckarwestheim, Grafenrheinfeld und Ohu/Isar) je 999 mit Gas gefüllte Ballons starten lassen. Sie sollen zeigen, wie weit auch der radioaktive Fallout im Falle eines Störfalls kommen würde. Nach den Erfahrungen in Fukushima fordert das Bündnis regionaler Anti-Atom-Initiativen größere Evakuierungsradien. Bislang haben die Evakuierungszonen rund um die AKW einen Radius von 10 Kilometern.

Das THW schickt weitere Helfer auf die Philippinen

Heute starteten in Berlin und Frankfurt zwei Flugzeuge mit insgesamt 19 THW Helfern in die Krisenregion auf den Philippinen. Mit an Bord ist auch Sven Guericke vom THW Ortsverband Itzehoe. Er ist Leiter der SEEWA, der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland. Mit zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen will er mit seinem Team sauberes Waser für 36.000 Menschen produzieren.

Hilfe nach Taifun Haiyan auch aus Deutschland

Nach dem verheerenden Taifun über den Philippinen läuft die Hilfe auch aus Deutschland an: Das Technische Hilfswerk hat fünf Experten nach Manila geschickt. Dort werden sie voraussichtlich am Sonntagabend eintreffen. Von der deutschen Botschaft aus sollen sie dann erkunden, wie das THW helfen kann. Offiziell sind weniger als 300 Tote bestätigt, befürchtet werden aber mehr als 10 000 Opfer.

Haiyan / Yolanda: Offizielle Zahlen

Nach dem Taifun Haiyan, der auf den Phillipinen Yolanda heißt, haben die philippinischen Behörden weitere offizielle Zahlen bekanntgegeben. Demnach sind 2 Millionen Menschen von den Folgen des Sturmes betroffen, mehr als 430.000 mussten in Notunterkünften Schutz suchen. Nach Angaben des Rote Kreuzes sind 39 Provinzen betroffen. Umgestürzte Bäume und Masten sowie unterspülte Straßen erschweren das Vorankommen der Helfer, es gibt zuwenig sauberes Trinkwasser.