Lage auf Sicht. Per Twitter.

Wenn vor ihren Augen etwas völlig unvorhergesehenes passiert – was machen die Augenzeugen dann zuerst? Ein Foto. Mit ihrem Handy. Und wenn sie entsprechend vernetzt sind, schicken sie es weiter und schreiben darüber. Bei Twitter oder Facebook, oder auch per SMS. Wenn bei einer Katastrophe das Handynetz zumindest eine Zeit lang noch halbwegs funktioniert, dann entsteht so ein riesiger, ungefilterter Berg von Fotos und Informationen über das, was sich gerade…

Was sollen die Behörden eigentlich der Presse sagen, wenn sie (noch) keine Informationen haben?

Die Großübung LÜKEX geht in die heiße Phase: Zwei rätselhafte Krankheitswellen überrollen das Land fast gleichzeitig. Viele Menschen haben sich offenbar mit Erregern in Lebensmitteln infiziert, andere leiden an einer schweren Atemwegserkrankung. Die Telefone der Behörden laufen heiß, die Anfragen der Presse häufen sich und bei Facebook und Co wird über die Ursachen spekuliert. Doch was sagt man Medien und Bevölkerung, wenn man zunächst selbst noch nichts weiß?

Nachrichten per Twitter und Facebook – Chance oder Risiko im Katastrophenfall?

Beim Sommerhochwasser organisierten sich viele Helfer spontan über Facebook, google+ oder Twitter, um zu helfen. Vor allem jüngere Menschen nutzten die sozialen Netzwerke, um sich zu Unterstützungsaktionen zu verabreden, Hilfe anzufordern oder anzubieten. Für die Behörden und für die Hilfsorganisationen war das etwas völlig Neues. Die Möglichkeiten sozialer Netzwerke für den Katastrophenschutz sind noch nicht erkannt oder gar erforscht worden. Und bei den meisten Katastrophenschutzstäben ist noch nicht einmal geklärt,…

Kampf gegen 40.000 Liter Öl

Feuerwehr und THW kämpfen im ostfriesischen Etzel weiter gegen 40.000 Liter Öl. Es war am Sonntag auf dem Kavernen-Gelände einer Firma ausgetreten und in Kanäle und Gräben gelaufen. Rund 60 Helfer der THW Ortsverbände der Ortsverbände Jever, Nordenham, Varel und Wilhelmshaven haben bisher sechs Kubikmeter Öl abgepumpt. Mit einer Ölsperre wollen sie verhindern, dass das verseuchte Wasser in die Nordsee fließt. Mit den Geräten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten-…

Interview mit Sven Guericke – THW-Einsatzleiter in Santa Fe

Seit gestern Nachmittag liefert das THW Trinkwasser für die rund 30.000 Einwohner der Stadt Santa Fe auf der Philippinishcen Insel Bantayan. Seit der Bürgermeister das mit seinem Megaphon bekanntgab, stehen die Leute Schlange,  um sauberes Wasser zu bekommen. Mit dabei ist Sven Guericke, THW Helfer aus Itzehoe und Einsatzleiter vor Ort. Ich habe heute Nachmittag kurz mit ihm telefoniert. Warum hat die Anreise so lange gedauert? „Das hat recht lange…

Katastrophenschutz am Schreibtisch

Sie sitzen am Schreibtisch, starren stundenlang auf den Bildschirm ihres Computers und leisten damit aktive Hilfe auf den Philippinen: Weltweit unterstützen Freiwillige so das „Humanitarian Open Streetmap Team“. Gemeinsam erstellen sie aktuelle Karten des Krisengebietes, um den Einsatzkräten vor Ort bei der Orientierung zu helfen.

LÜKEX 2013: Biologische Gefahren

Innerhalb kurzer Zeit erkranken und sterben viele Menschen – sie aßen zuvor mit lebensgefährlichen Erregern verseuchte Lebensmittel. Wie reagieren Behörden, Medien und Bürger? Die länder- und ressortübergreifende Krisenmanagement-Übung LÜKEX 2013 legt ihren Fokus in der kommenden Woche auf außergewöhnliche biologische Gefahren. Hintergrund ist die Bilanz des EHEC-Ausbruchs 2011: Damals erkrankten mehr als 800 Menschen schwer, 52 von ihnen starben.