Vorbereitung auf die LÜKEX 2018

Sie findet nur alle zwei Jahre statt: Die LÜKEX. Das steht für „länderübergreifende Krisenmanagementübung / Exercise“. Es gibt sie seit 2004 – seitdem wurden die verschiedensten Krisen geübt. Es ging schon um Pandemien, Cyber-Terrorismus und Stromausfälle. Thema in diesem Jahr: Eine Gasmangellage. Das genaue Szenario wird natürlich noch nicht bekanntgegeben, aber so viel verrät das BBK bereits:

Deutschland friert. Durch einen besonders kalten Winter sinken die Temperaturen auf bis zu -25 °C. Die Gasspeicher leeren sich. Weitere Faktoren führen zu einem Gasengpass. Betroffen sind zunächst Industriekunden, aber auch Heiz- und Stromkraftwerke und Krankenhäuser.

Am intensivsten üben die Länder Baden-Württemberg und Bayern, aber auch Rheinland-Pfalz, Saarland, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen sind dabei. Dazu kommen mehrere Bundesministerien und andere Behörden, sowie natürlich die privatwirtschaftliche Gasbranche. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Besonders wichtig ist dabei natürlich die Risiko- und Krisenkommunikation. Darauf bereiten wir uns in verschiedenen Workshops vor. Mit spannende Vorträgen: Wie geht die Polizei Berlin mit den Sozialen Medien um? Wie reagiert die Bevölkerung laut Wissenschaftlern tatsächlich auf Krisen und Unglücke?

In diesem Jahr darf ich dabei sein – als Gruppenleiter im NMZ – dem Nationalen Medienzentrum, das für alle Übungsteilnehmer die Presse darstellt und die Bürger auf Social Media abbildet. Das Team lernt sich langsam kennen – viele „echte“ Journalisten sind darunter, aber auch andere Fachleute.

In den vergangenen Tagen haben wir erstmal wir eine neue Software studiert, die die Sozialen Medien so wirklichkeitsnah wie möglich abbildet, damit die Pressesprecher und ihre Social Media Teams üben können.

Das wird eine spannende Woche Ende November – dann startet die LÜKEX 2018.