Neue Bundeswehreinheiten sollen auch im Katastrophenschutz helfen

Überall in Deutschland werden zur Zeit neue Bundeswehreinheiten aufgestellt. Insgesamt 30 so genannte Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU) sollen in erster Linie Wach- und Sicherungsaufgaben übernehmen. Sie stehen künftig aber auch für den Einsatz zur Unterstützung des zivilen Katastrophenschutzes und bei schweren Naturkatastrophen und Unglücksfällen zur Verfügung.

Sie sind nicht aktiv, werden also nur zur Ausbildung und zum Einsatz einberufen. Angehörige der RSU-Kompanien sind Reservisten aller Dienstgrade bis zum Oberstleutnant. In die neuen Kompanien können auch Zivilisten aufgenommen werden, die nützliche Qualifikationen mitbringen. Sie sollen eine militärische Basisausbildung absolvieren.

Darüber hinaus kann jeder wehrrechtlich verfügbare Reservist in die RSU beordert werden. Die neuen Einheiten mit je 100 Mann ersetzen damit gewissermassen die 2007 aufgelösten Heimatschutzbataillone. Die Verkleinerung der Bundeswehr hatte für Bedenken in der Politik gesorgt. Im Landeskommando Sachsen wurde diese Kompanie am 16. November offiziell in Dienst gestellt.

Die erste Einheit dieser Art startete im Juni vergangenen Jahres in Bremen. Bis 2014 sollen alle aufgestellt sein. Bundesweit sind dafür mehr als 3200 Dienstposten vorgesehen.