DRK warnt vor Seuchengefahr auf den Philippinen – 11,5 Millionen Betroffene

Vom Flughafen Berlin-Schönefeld ist ein weiterer Hilfsflug des DRK Richtung Cebu gestartet. 53 Tonnen Material sollen die Trinkwasser- und Hygieneversorgung für rund 20.000 Menschen verbessern. Dazu kommt eine medizinische Grundausstattung für rund 60.000 Betroffene des Taifuns Haiyan.

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Finanziert wird die Fracht im Wert von knapp 700.000 Euro vom Auswärtigen Amt und aus Spenden. Allein beim DRK sind bisher rund 5,3 Millionen Euro Spendengelder eingegangen.

Vor Ort sollen jetzt so schnell wie möglich Latrinen gebaut werden. Durch die Bekämpfung von Ungeziefer und durch Hygieneaufklärung will das Rote Kreuz versuchen, die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Im Katastrophengebiet sind jetzt 27 Mitarbeiter des DRK im Einsatz.

Das THW hat seine Trinkwasseraufbereitungsanlage in Santa Fe auf der Insel Bantayan aufgebaut. Dort stellt sie die Versorgung der rund 30.000 Einwohner sicher. Ein zweites THW-Team arbeitet auf der Insel Samar. Am Flughagen der Stadt Guiuan richtet sie eine Koordinierungsstelle ein.

Für Ärzte ohne Grenzen sind jetzt 152 internationale Mitarbeiter vor Ort, mehrere hundert Tonnen Hilfsgüter wurden bisher geliefert. Sie erkunden die Lage der Bevölkerung in Gebieten außerhalb der großen Städte, gleichzeitig bieten sie eine sofortige medizinische Versorgung auf den Inseln Samar, Leyte und Panay an.

Das medizinische Einsatzteam der Johanniter arbeitet in Ormoc. (Siehe 17.11.) Die Hafenstadt mit rund 200.000 Einwohnern im Westen der Insel Leyte ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum und ein Verkehrsknotenpunkt in der Region und wurde ebenfalls weitgehend zerstört.

Das Erkundungsteam von @fire arbeitet auf dem militärischen Teil des Flughafens Cebu. Die drei Experten unterstützen dort ebenfalls die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen.

Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat zunächst zwei Experten auf die Philippinen geschickt. Am Freitag sollen acht weitere Helfer folgen, die dann in Palo, 10 Kilometer südlich von Tacloban medizinische Hilfe leisten sollen.

Auf der Insel Samar sind die Malteser aktiv: Sie verteilen in den Dörfern San Antonio und Amandayehan Lebensmittel, Hygieneartikel, Kochgeschirr und Besteck. Etwa 7.000 Einwohner sind dort auf Hilfe angewiesen und können nicht zu Verwandten in weniger betroffene Gebiete fliehen können. In mehreren Großraumzelten werden sie von einem Team aus vier Ärzten und Krankenschwestern behandelt.

Fotos: DRK